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| Vom schmerzlichen Umgang mit der Trauer ...... |
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Ines03050
2/5/2008 5:02 am
Last Read: 2/25/2008 12:47 pm
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da in der letzten Zeit hier viel über den Tod und Trauer geschrieben wurde, hat mich das sehr nachdenklich gemacht , ich habe mich belesen und möchte einige Gedanken an euch weitergeben, denn ........
in unserer Gesellschaft sind die Themen Tod und Sterben weitgehend aus unserem Leben verbannt. Wir tun alles, um uns nicht damit befassen zu müssen, da sie uns Angst machen. Dennoch wird jeder von uns im Laufe seines Lebens irgendwann einmal mit dem Tod eines nahen Angehörigen oder Freundes konfrontiert. Gefühle, die wir bisher nie oder nie in dieser Stärke erlebt haben, bestimmen plötzlich unseren Alltag. Wir glauben, sie nicht ertragen zu können, abnormal zu sein oder eines Tages "noch verrückt zu werden". Wir müssen Phasen der Trauerarbeit durchlaufen, bis wir uns wieder in einem seelischen und körperlichen Gleichgewicht befinden. Die einzelnen Phasen, die wir durchlaufen, können sich überlappen, zusammenfallen und sich miteinander vermischen.
Eine erste Phase ist wohl so,dass es wir nicht wahrhaben wollen,dass der uns so sehr am Herzen liegende Mensch gestorben ist und uns für immer verlassen hat. Wir stehen wie unter einem Schock oder bewegen uns wie in Trance.
In der zweiten Phase haben wir die Hoffnung aufgegeben und verspüren den vollen Schmerz und die Verzweiflung. Wir leiden unter Gefühlsschwankungen, fangen aus heiterem Himmel an zu weinen. Unser Körper ist völlig aus dem Gleichgewicht.Wir können nicht mehr schlafen oder kommen kaum noch aus dem Bett. Wir können nicht ruhig sitzen oder uns kaum noch von der Stelle bewegen. Wir schlingen wahllos Essen in uns hinein oder bekommen keinen Bissen hinunter. Wir haben an nichts mehr Freude. Wir glauben, nie mehr wieder glücklich sein zu können.Wir beneiden andere Menschen, die ihren Partner behalten dürfen, reagieren gereizt, wenn uns jemand sein Beileid ausspricht oder uns helfen will. Unsere Gedanken kreisen ununterbrochen darum, was wir nie mehr gemeinsam mit dem verstorbenen Menschen erleben können. Das Leben draußen erscheint uns wie ein Film, an dem wir nicht mehr teilhaben können. Diese Phase ist die schmerzlichste und schwierigste Phase in der Trauerbewältigung.
In der dritten Phase beginnen wir wieder,uns nach außen zu orientieren. Wir können uns zeitweise wieder konzentrieren, auch mal an etwas erfreuen. Trauer und Hadern lassen langsam nach und sind nicht mehr so intensiv. Jedoch haben wir noch starke Stimmungsschwankungen. Unser Körper gelangt langsam wieder zu seinem normalen Rhythmus.
In der vierten Phase, kommen wir zu einem neuen körperlichen und seelischen Gleichgewicht gelangt. Es erfüllt uns bisweilen immer noch mit Wehmut, an die Vergangenheit zu denken, doch wir sehen vertrauensvoll in die Zukunft. Wir werden den verstorbenen Menschen nie ersetzen und vergessen können, aber lenken unseren Blick auf das, was wir jetzt im Leben noch haben können.
Wir haben uns eine neue Lebensaufgabe gesucht und uns neue Fähigkeiten zugelegt, die Alltagsaufgaben zu bewältigen. Die Trauerbewältigung ist wie eine Bergbesteigung. wir müssen unten im Tal beginnen und langsam nach oben emporarbeiten, bis wir wieder eine neue Lebensperspektive erkennen können.
Ich empfehle den Trauernden das Buch von Doris Wolf "Einen geliebten Menschen verlieren" , woraus ich nun einige Zitate heraus nahm ......
Alles Liebe, viel Kraft und neuen Lebensmut wünscht euch von Herzen
eure Ines
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21 posts 2/23/2008 1:13 pm |
hallo, Ines, danke, dass du es geschrieben hast

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19 posts 2/7/2008 1:23 am |
liebe Ines,
einfach Klasse,kann ich dazu nur sagen.
manche Blogschreiber sollten sich sehr überdenken,warum sie einen Blog schreiben (sicher aus reiner Langenweile)
Danke für die vielen Gefühle, die du immer niederschreibst.Du scheinst eine Frau mit vielen Emotionen zu sein.
aufschauend zu dir und alles Gute
Zausel08
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2/6/2008 9:57 pm |
Ich habe deinen Blog gelesen,der ist mir sehr nahe gegangen.Dieser Blog ist nicht nur gut sondern spitze.Ich habe auch gedacht das ich langsamm darueber hin weg gekommen bin aber das ist noch nicht der Fall.Ich habe aber Zeit gehabt drei Jahre mich mit den Tot aus einander zusetzen.Denn ich habe das schon im vorfeld gewusst das so etwas bassieren wird, bloss ich wollte es nicht war haben.Denn noch hatte ich zu diesen Zeitpunkt das quentien Glueck gehabt meine Frau noch drei Jahr lang ihre wuensche zu erfuellen und denn noch bin ich bis heute nicht zu frieden was ich fuer sie alles getan habe,das beschaeftigt mich heute noch sehr.Mfg.Bodo
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505 posts 2/6/2008 9:39 am |
Hallo Ines 
möchte mich auch bei dir herzlich für diesen Blog bedanken....und Danke für den Buchtipp....
wünsche dir auch alles Liebe und Gute, viel Kraft und Lebensmut und viel Glück... mit lieben Grüßen Jana
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15 posts 2/6/2008 2:59 am |
Hallo Ines, Du beschreibst sehr gut die Gefühle, die einen nach dem Tod eines geliebten Menschen ereilen können. Vielleicht kann ich ein nicht unwesentliches Gefühl dazufügen, das auch dazugehört. Ciele die bei einem Sterbenden dabei waren haben erlebt. daß der Verstorbene auch nach seinem Ableben noch eine Zeit im Raum wahrnehmbr ist. Und wer diese Wahrnehmung gemacht hat, dem fällt es vielleicht auch ein klein wenig leichter, Schrittweise loszulassen. Ja, auch der Groll gehört dazu der aufkommt weil jetzt der der ging endgültig das letzte Wort gesprochen hat und manchmal war es aus der Sicht derer die geblieben sind, nicht das Richtige. Letztlich ist es dann so, daß man erst dann seine Ruhe findet wenn beide mit dem Ableben von dem der ging aber auch mit dem irgendwann zu erwartenden eigenen Ableben ihren Frieden geschlossen haben. Ich finde der Tod hat so viele Facetten daß es wirklich schade ist wenn sich die meisten nur mit großer Angst mit diesem Thema beschäftigen.
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2/5/2008 6:32 am |
Liebe Ines
Ich danke dir von Herzen für diesen Blog.....!!! Und ich werde mir diese Buch besorgen, denn ich denke es könnte mir helfen.....!!
Danke dafür!!
Liebe Grüße knubbeline
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72 posts 2/5/2008 6:32 am |
Liebe Ines, mit diesem Beitrag hast du sicher einigen Menschen unter uns einen wertvollen Hinweis gegeben. Dafür danke ich dir. Es ist schön, dass es dich gibt. Mit ganz lieben Grüßen Dein Freund Benno
 
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