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| "Das Leben ist eine ständige Baustelle" |
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4/10/2008 1:01 pm
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"Das Leben ist eine ständige Baustelle" – ich sollte mal zu diesem Thema einen Aufsatz schreiben… Oder ich sollte diese These meiner Lehrerin beweisen… Von allen Seiten hören wir immer, du kannst alles schaffen, was du dir nur denken kannst, nur Mut… Und so werden wir meistens derart übermütig, dass wenn wir auf etwas keinen Einfluss haben, fühlen wir uns deswegen sogar schuldig. So ein Verlierer bist du, nicht mal das Wetter kannst du nach deinem Willen gestalten, du Taugenichts . Uns fehlt so oft an Demut… Demut – was ist denn das? Kennen wir überhaupt noch das Wort?
Die Frage ist, ob man sein Leben oder an seinem Leben überhaupt bauen kann. Wenn ich in mein Leben zurückschaue, sehe ich immer, dass ich eigentlich nie einen Einfluss auf mein Leben hatte. Sogar dann, wenn ich mit aller Kraft für oder gegen etwas kämpfte, passierte alles immer trotz meiner Anstrengungen. Entweder tat ich etwas trotz oder gegen meinen Willen, oder geschah irgendwas außerhalb von mir, was mein Leben auf jemandes anderen Weise umstellte. So eine Art von Selbstgeschehen. Hin und wieder versuchte ich an meinem Leben zu basteln, etwas anderes daraus zu machen, es ging aber nicht. Ganz unabhängig von meinen Willen, Vorhaben, Vorstellungen kam immer etwas Ungeplantes, Unvorgesehenes, Unerwartetes vor. Und das schönste dabei war, dass das, was da passierte, immer das Beste war, was mir in jenem Moment passieren konnte. Meistens musste aber eine Zeit vergehen, bis ich es wahrnehmen wollte. Und mit der Zeit lernte ich erkennen, dass immer, wenn ich mich dagegen wehrte, verlor ich nur Energie, ohne mein Leben dabei beeinflussen zu können. Und bis ich das Ereignis, wogegen ich kämpfte, nicht zu einem Teil von mir selbst machte, oder besser, bis es nicht zu einem Teil von mir selbst wurde, störte es mich weiterzuleben, als ob es sich von meiner Lebensenergie, von meinen Lebenskräften ernährt hätte. Erst dann, wenn das Ereignis zu einem Teil meines Lebens oder des Archivs meiner Erfahrungen wurde, oder noch besser, zu einem Teil von mir selbst, wenn es sich, so zu sagen, in mein Leben, in mich selbst integrierte, gab es mir Kraft für das Weiterleben, als ob ich durch das Insichnehmen des Ereignisses, kräftiger, massiver wurde. Und es ist noch etwas Seltsames dabei, wenigstens für mich. Immer wieder, wenn ich ein Ereignis ganz bewusst und mit stiller Freude voll akzeptiere und willkommen nenne, erweitern sich meine Wahrnehmungsfähigkeiten. Ich kann mich selbst, mein Leben und das alles, was mich umgibt, von immer mehreren Seiten betrachten und immer mehr innige Kohärenzen zwischen all dem, was ich je erlebt habe und erlebe, und was ich in meiner Umgebung beobachte, wahrnehmen. Doch es ist nicht einfach und tut oft schrecklich weh, besonders wenn es dabei um die Momente meines Lebens geht, die ich jahrelang versuche, weit aus meinem Bewusstsein zu verbannen. Nicht nur, dass ich die Kraft wieder bekomme, die für das Wegschieben und Weghalten verloren ging, nein, ich gewinne dabei immer wieder neue Kräfte, als ob durch diese Integrierung meine eigene absolute Masse, so zu sagen die träge Masse von mir selbst steige. Und ich weiß auch, dass sogar meine Widerstände, meine ewigen Versuche, dagegen zu kämpfen, für den Prozess notwendig, fast wie vorgesehen seien. Anders kann ich es mir nicht erklären. Mir scheint, als ob all diese Kämpfe, Widerstände, dieses Selbstbelügen aus Mangel an Glaube, ganz spontan vor Furcht vor Unbekanntem, Unvorgesehenem herkommen. Ich bin mir dessen bewusst, und trotzdem wehre ich mich immer wieder dagegen, was das einzig Gute für mich ist. Doch mir scheint, dass meine Gegenwehr auch dazu gehört, dass sie auch richtig ist, dass sie eine weitere Lehre für mich sein soll.
Ob ich mein Leben als eine Baustelle bezeichnen kann, bin ich mir nicht sicher, wenn, so scheint mir, als ob nicht ich daran tätig wäre.
die
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4/11/2008 9:34 am |
ja mei,Inge,red doch mal mit einen Bauherr´n...., welcher würde den sein 2.Haus gleich bauen wie das Erste? Liebe Grüße vierbergler
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72 posts 4/13/2008 3:18 am |
Eigentum verpflichtet zur Ausbeutung............
Grund und Boden gehören dem VOLK
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